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Das Vinyl-Revival (seit drei Jahren mehr Verkäufe als CDs) und 50 % Käufer ohne Plattenspieler treiben Bluetooth-Modelle an, die sich an kabellose, unter 40-jährige Nutzer richten, die Bequemlichkeit über klassische Hi‑Fi‑Racks stellen.
Sony PS-LX3BT und PS-LX5BT sind vollautomatische Riemenantrieb-Plattenspieler mit aptX Adaptive Bluetooth, Aluminiumtellern, integrierten Phonostufen, USB-Vinyl-Ripping und minimalistischem, wohnraumtauglichem Design.
Der PS-LX3BT (400 $) nutzt ein festes Kabel und ein schwerer aufliegendes 3,5‑g-System, während der PS-LX5BT (500 $) vergoldete, abnehmbare RCA-Ausgänge, 2,0‑g Auflagekraft, ein steiferes Chassis und verbesserte Vibrationsdämpfung bietet.
Interessanter als die Schlagwort-Liste ist, wie unterschiedlich Sony und TEAC die technischen Kompromisse interpretieren, die entstehen, wenn Vinyl mit Bluetooth verheiratet wird. Sonys Decks setzen stark auf internes Signalmanagement: Phonostufe, ADC für USB-Ausgabe und Bluetooth-Sender sind Teil einer eng kontrollierten Kette. Das minimiert Bedienfehler, zementiert aber auch Entscheidungen zu Last, Gain-Struktur und mechanischen Toleranzen. Ein höher aufliegendes System und eine feste Armgeometrie deuten darauf hin, dass Sony Stabilität und konstanten Rillenkontakt über Feinzeichnung stellt – sinnvoll, wenn das Ziel oft ein Bluetooth-Codec mit eigener Rauschformung und Bit-Zuteilung ist. In diesem Kontext geht es bei aptX Adaptive nicht um das Jagen von „Hi-Res-Vinyl“-Mythen, sondern um Taktstabilität und das Vermeiden von Timing-Verschmierungen, die günstigere SBC-Implementierungen bei gehaltenen Klaviernoten oder dichten Innenrillen verursachen können.
TEAC nähert sich demselben Problem mit einer klassischeren Ingenieurhaltung. Der TN-400BT-X behandelt Bluetooth als optionale Ausgabestufe statt als Kernidentität des Decks, was sich an der konventionellen Erdungsklemme, benutzerjustierbaren Armparametern und der Unterstützung von Legacy-Formaten wie 78 U/min zeigt. Diese Flexibilität zählt, weil Schellack-Wiedergabe, Systemwechsel und VTA-Anpassungen mechanische und elektrische Anforderungen stellen, die ein versiegeltes, automatisches System schlicht nicht leisten kann. Der Einsatz eines bekannten Moving-Magnet-Designs mit abnehmbarem Headshell bedeutet zudem, dass Resonanzverhalten und Compliance-Matching später feinjustiert werden können – etwas, das Foren-Veteranen als den Unterschied zwischen „mit“ einem Plattenspieler leben und in ihn hineinwachsen kennen. Bluetooth 5.2 wirkt hier weniger wie ein Lifestyle-Feature und mehr wie eine Komfortschicht auf einem grundlegend orthodoxen Deck.
Nebeneinander betrachtet konkurrieren diese Plattenspieler weniger über Klangqualität als darüber, wie viel Verantwortung sie der Hörerin oder dem Hörer abverlangen. Sony geht davon aus, dass Vinyl eine Quelle unter vielen in einem drahtlosen Ökosystem ist, und priorisiert entsprechend Wiederholgenauigkeit und mechanische Fehlertoleranz. TEAC setzt voraus, dass der Plattenspieler der Anker des Systems ist – auch wenn er heute kabellos streamt. Keine der Philosophien ist falsch; beide erkennen an, dass moderne Vinyl-Wiedergabe von deko-nahem Hören bis zur handfesten mechanischen Handwerkskunst reicht – und Bluetooth zur unwahrscheinlichen Brücke zwischen diesen Welten geworden ist.
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* Queen veröffentlichen am 27.

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