Erhalte den wöchentlichen HiFi-Überblick — neue Geräte, Lesetipps und Angebote.

Das in Warschau ansässige Unternehmen Audiopunkt kündigt die Verfügbarkeit des integrierten Verstärkers Soulnote A-2 ver. 2 an, eines aufgerüsteten Series-2-Modells, das von fortgeschrittenem Entwicklungswissen aus der Series 3 profitiert.
Der A-2 ver. 2 verfügt über eine parallele Push-Pull-Ausgangsstufe mit schnellen TO3P-Transistoren, deren hFE-Werte gematcht sind, um die für parallele Designs typische Verzerrung zu reduzieren.
Die verstärkte Treiberstufe verwendet ebenfalls TO3P-Transistoren und hält einen hohen Ruhestrom aufrecht, um hFE-Schwankungen zu stabilisieren und eine deutlich verbesserte Ansteuerleistung zu liefern.
Was den A-2 ver. 2 innerhalb der Soulnote-Hierarchie auszeichnet, hat weniger mit plakativ beworbenen Features zu tun als vielmehr damit, wie Denkansätze der Series 3 in ein kompakteres, integriertes Format übertragen wurden. In Diskussionen rund um den A-3 lag der Fokus häufig auf der Kontrolle bei komplexen Lasten statt auf reinen Leistungswerten, und genau diese Philosophie setzt sich hier klar fort. Die Entscheidung, Transistortypen über mehrere Stufen hinweg zu vereinheitlichen, deutet auf den bewussten Versuch hin, die Übertragungskennlinien über den gesamten Signalweg hinweg vorhersehbar zu halten, was in der Praxis dazu neigt, zeitliche Integrität und mikrodynamischen Kontrast zu bewahren. Im Vergleich zu früheren Series-2-Entwürfen wirkt die Architektur nun eher wie ein „einheitliches Ökosystem“ als wie eine Kette unabhängig optimierter Blöcke.
Ein weiterer interessanter Aspekt ist, wie Soulnote eines der klassischen Problemfelder der Halbleiterverstärkung adressiert: das Verhalten an der Grenze thermischer und elektrischer Stabilität. Die Vereinfachung des Spannungsverstärkungs- und Bias-Netzwerks ist nicht nur eine Frage der Eleganz; weniger Korrekturschleifen und kürzere Signalwege führen in der Regel zu geringeren Phasenfehlern und konstanteren Betriebsbedingungen bei Temperaturschwankungen. Im Gegensatz zu manchen stark gegenkoppelten Vollverstärkern, die extrem niedrigen THD-Werten hinterherjagen, orientiert sich dieser Ansatz eher an der japanischen Schule, Linearität durch das Verhalten der Bauteile selbst zu erreichen statt durch nachträgliche Korrektur. Diese Perspektive ist Lesern vertraut, die die technische Diskussion rund um den A-3 verfolgt haben, bei der Stabilität unter Belastung Vorrang vor datenblattgetriebener Prahlerei hatte.
Aus Sicht der Systemabstimmung deuten die internen Entscheidungen auf einen Verstärker hin, der für reale Lautsprecher statt für nominelle Lasten ausgelegt ist. Indem das Design auf Stromverfügbarkeit und die mechanische Ruhe des Gehäuses ausgerichtet wird, scheint Soulnote auf Textur, Kontrolle und räumliche Kohärenz als zentrale Tugenden zu setzen. Die schwebenden mechanischen Elemente und Gehäuseverfeinerungen, konzeptionell von höheren Modellen übernommen, dienen weniger der optischen Wirkung als der Kontrolle von Energiespeicherung und -freisetzung. In audiophilen Begriffen äußert sich dies meist in saubereren Ausklingvorgängen, weniger Verschmieren bei höheren Abhörpegeln und einer Darbietung, die ungezwungen wirkt – selbst dann, wenn die Musik nicht mehr höflich bleibt.
Neue Geräte, lesenswerte Artikel und Angebote — jeden Freitag.

* Queen veröffentlichen am 27.

* Audio Research I/55 ist ein kompakter Röhren-Vollverstärker, abgeleitet vom I/70 und Nachfolger des I/50, ausgerichtet auf High-End-Hörer, die klassischen Rö…

* ToxFreeLife testete 81 Kopfhörermodelle von Marken wie Sony, Apple, JBL, Bose, Samsung und Temu aus europäischen Einzelhandels- und Online-Marktplätzen.

* Audio-Technica bringt die USB-C-kabelgebundenen Ohrhörer ATH-CKD7NC am 27.