Erhalte den wöchentlichen HiFi-Überblick — neue Geräte, Lesetipps und Angebote.

Source-Connect 4 wird zum ersten Dolby-Atmos-zertifizierten Remote-Kollaborationstool mit direkter Metadatenverbindung zum Dolby Atmos Renderer.
Die Software unterstützt bis zu 128 Streaming-Audiokanäle und verarbeitet vollständige Atmos-Beds, -Objekte und -Metadaten ohne Re-Renders oder Kanalbeschränkungen.
Mixer, Regisseure und weitere Stakeholder können Dolby-Atmos-Wiedergabe- und Mischsessions aus der Ferne von jedem Standort und mit jedem Abhör-Setup verfolgen.
Was Source-Connect 4 im weiteren Dolby-Atmos-Ökosystem unterscheidet, sind nicht einfach Bandbreite oder Kanalzahl, sondern der Umgang mit einem Atmos-Mix als datenreiches Konstrukt statt als abgeflachtes Audio. Konkurrenzlösungen für Remote-Reviews setzen typischerweise auf monitor-spezifische Re-Renders oder Downmix-Feeds, die stillschweigend Abhörannahmen in den Signalweg einbacken. Hier bleibt der Renderer am Empfangsort maßgeblich, sodass Objekttrajektorien, Trim-Metadaten und Bett-Beziehungen lokal gemäß der tatsächlichen Lautsprecherkonfiguration interpretiert werden. Für Ingenieure, die in Foren über Phantomabbildungen und Objektdivergenzen diskutieren, ist dieser Unterschied wichtiger als die reine Kanalzahl – er bewahrt Entscheidungsfindung bis in den Zielraum.
Zugleich zeigt sich eine philosophische Trennung darin, wie verschiedene Stakeholder das Tool einordnen. Source Elements betont Protokoll-Synchronisation auf Ebene der Übertragung und die Konformität mit dem Renderer und spricht damit Ingenieure an, denen Clocking, Transportgenauigkeit und deterministische Wiedergabe wichtig sind. Studio-Stimmen hingegen fokussieren auf Sicherheit bei Freigaben: Regisseure und Produzenten hören dieselbe räumliche Intention ohne Übersetzungsschichten. Dieser Kontrast verweist auf einen wichtigen Subtext – Atmos-Reviews drehen sich nicht mehr nur um die Frage „kann es streamen“, sondern darum, ob die Remote-Wiedergabe hinreichend authentisch bleibt, um narrative und emotionale Beats freizugeben. Die technischen Grundlagen schaffen dieses Vertrauen, auch wenn Endnutzer den Metadatenstrom selbst nie sehen.
Aus Systemsicht deuten die macOS-only-Anforderung und die Abhängigkeit vom separat erhältlichen Standalone Dolby Atmos Renderer darauf hin, dass das Produkt klar auf professionelle Räume zielt statt auf hybride Prosumer-Setups. Dennoch skaliert die Architektur unauffällig nach unten: Derselbe metadatengesteuerte Stream kann von binauralen Kopfhörer-Renderern bis zu großformatigen Kino-Arrays dekodiert werden, ohne die Quell-Session zu verändern. Praktisch kollabiert damit die traditionelle Hierarchie zwischen Mischbühne und Abhörraum, da räumliche Entscheidungen intakt reisen, statt nur angenähert zu werden. Für eine Branche, die immersive Ambitionen zunehmend mit verteilten Produktionsrealitäten ausbalanciert, könnte dieser Wandel folgenreicher sein als jedes Schlagzeilen-Feature.
Neue Geräte, lesenswerte Artikel und Angebote — jeden Freitag.

* Queen veröffentlichen am 27.

* Audio Research I/55 ist ein kompakter Röhren-Vollverstärker, abgeleitet vom I/70 und Nachfolger des I/50, ausgerichtet auf High-End-Hörer, die klassischen Rö…

* ToxFreeLife testete 81 Kopfhörermodelle von Marken wie Sony, Apple, JBL, Bose, Samsung und Temu aus europäischen Einzelhandels- und Online-Marktplätzen.

* Audio-Technica bringt die USB-C-kabelgebundenen Ohrhörer ATH-CKD7NC am 27.