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Sumiko stellt den Oriole MC-Tonabnehmer vor und erweitert damit seine Reference Series, um die Lücke zwischen den Modellen Songbird und dem Flaggschiff Starling zu schließen.
Der in Japan entwickelte und gefertigte Oriole ist ein Low-Output-Moving-Coil-Tonabnehmer, der musikalische Kohärenz gegenüber analytischer Schärfe betont.
Er verfügt über eine nackte, Shibata-geschliffene Diamantnadel auf einem Aluminium-Nadelträger für tiefes Abtasten der Rille und die Wiedergabe feinster Hochfrequenzdetails.
Positioniert zwischen zwei etablierten Referenzen, wirkt der Oriole weniger wie ein Lückenfüller im Preisgefüge und mehr wie eine Verfeinerung von Sumikos hauseigener Abstimmungsphilosophie. Die Formensprache lehnt sich an den Starling an, ohne dessen kompromisslos forensische Gangart zu übernehmen, was auf eine bewusste Verschiebung hin zu Kohärenz und tonaler Dichte hindeutet, statt Mikrodetails ins Rampenlicht zu stellen. Das entspricht einer breiteren japanischen MC-Tradition, in der Phasenintegrität und harmonische Vollständigkeit priorisiert werden – selbst wenn dies bedeutet, der Versuchung hypergeätzter Transientenkanten zu widerstehen.
Aus technischer Sicht ist die Wahl eines Shibata-Profils auf einem Aluminium-Nadelträger aufschlussreich. Während exotische Materialien in dieser Klasse oft dominieren, kann Aluminium in Kombination mit einer anspruchsvollen Nadelschliffgeometrie eine kontrolliertere Energiedissipation bieten, was potenziell Hochtonhärte reduziert und zugleich den Rillenkontakt in komplexen Innenpassagen aufrechterhält. Die niederohmige Generatorarchitektur deutet auf eine gute Kompatibilität mit einer breiten Palette von Übertragern und aktiven MC-Stufen hin und begünstigt einen stabilen Stromtransfer gegenüber reinen Schlagzeilenwerten bei der Ausgangsspannung. Solche Entscheidungen deuten auf sorgfältige Beachtung elektrischer Dämpfung und praxisnaher Systemanpassung statt auf Datenblatt-Bravour hin.
Interessanterweise beschreiben Pressetexte den Oriole als „ausgewogen“ und „organisch“ – eine Wortwahl, die sich vom analytischen Vokabular abhebt, das in diesem Segment häufig verwendet wird. Liest man zwischen den Zeilen, scheint der Oriole auf Hörer abzuzielen, die langfristige Hörbarkeit und tonale Kontinuität über das gesamte Frequenzband schätzen. Die Betonung von Handmontage und kontrollierter Fertigung in Japan verstärkt den Eindruck eines Tonabnehmers, der ebenso nach Gehör wie nach Messwerten abgestimmt ist, wobei musikalischer Fluss als Designparameter und nicht als Nebenprodukt verstanden wird.
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