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Telegrapher Panda Midfield‑aktive Drei‑Wege‑Studiomonitore übernehmen Funktionen der Raccoon‑Serie, darunter ein 40‑Hz‑Hochpassfilter und insgesamt 100 W Class‑D‑Verstärkung.
Die Lautsprecherarchitektur kombiniert einen 8‑Zoll‑Woofer, einen 4‑Zoll‑Mitteltöner, einen 1‑Zoll‑Hochtöner sowie einen Passivradiator für tieferen Bass ohne Portgeräusche oder Kompression.
Zu den Leistungsdaten zählen ein Frequenzgang von 35 Hz–20 kHz, ein maximaler Schalldruck von 102 dB und extrem niedrige 0,002 % THD+N für präzises Monitoring.
Telegrapher positioniert Panda als Midfield‑Monitor, der stark auf kontrolliertes Verhalten statt auf plakative Lautstärke setzt, und diese Absicht spiegelt sich in den technischen Entscheidungen wider. Der Einsatz eines Passivradiators anstelle eines klassischen Bassreflexsystems dient nicht nur der Erweiterung des Tieftonbereichs, sondern auch der Wahrung von Zeitbereichs‑Sauberkeit bei höheren Auslenkungen. Aus Monitoring‑Sicht führt dies in der Regel zu Bass‑Transienten, die straffer wirken und weniger vom Mittenband „abgekoppelt“ erscheinen – insbesondere in unbehandelten oder teilbehandelten Räumen, in denen Portturbulenzen oft hörbar werden, bevor tatsächliche Verzerrungen auftreten. Die Gehäuseproportionen deuten zudem auf den Versuch hin, Innenvolumen und Treiberabstände auszubalancieren, um vertikales Lobing bei realistischen Platzierungen auf Tisch oder Stativ unter Kontrolle zu halten.
Ein weiterer interessanter Aspekt ist die hybride analoge Frequenzweiche, die im Gegensatz zu den vollständig DSP‑gesteuerten Ansätzen vieler aktueller Wettbewerber steht. Die analoge Aufteilung hält die Latenz praktisch bei null und vermeidet zusätzliche A/D‑ und D/A‑Stufen, was Puristen häufig für Recording und kritische Balancearbeit bevorzugen. Gleichzeitig deutet die gleichmäßige Leistungsverteilung über die Frequenzbänder darauf hin, dass Telegrapher eher auf konsistente Headroom‑Reserven als auf rohe Tiefton‑Dominanz setzt. Diese Designphilosophie erinnert stärker an klassische europäische Studiomonitore als an moderne „gehypte“ Nearfields, bei denen die Bässe oft überbetont werden, um beim ersten Hören zu beeindrucken.
Schutz‑ und Standby‑Logik unterstreichen zusätzlich eine klare Studio‑Ausrichtung. Statt marketinggetriebener Auto‑Sleep‑Funktionen liegt der Fokus auf dem Schutz des Signalwegs und der Treiber vor ungewöhnlichen, aber realen Risiken – instabile Stromnetze, thermische Belastung oder problematische Ultraschallanteile aus digitalen Signalquellen. In Summe wirkt Panda weniger wie ein Lifestyle‑Crossover‑Produkt, sondern vielmehr wie eine gezielte Weiterentwicklung von Telegraphers bestehender Plattform, ausgerichtet auf Ingenieure, die Vorhersagbarkeit, Phasenkohärenz und Zuverlässigkeit bei langen Sessions höher bewerten als eine auffällige Abstimmung.
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