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Lenbrook, Eigentümer von NAD, PSB und Bluesound, besitzt nun MQA, was Fragen zur Relevanz aufwirft.
MQA's ursprünglicher Reiz als bandbreitensparendes Format wird durch Fortschritte im Internet und Speicher herausgefordert.
Kritiker argumentieren, dass MQA Kosten hinzufügt, ohne überlegene Audioqualität im Vergleich zu Alternativen wie FLAC zu bieten.
Die Nachricht, dass Lenbrook, das kanadische Konglomerat, dem NAD, PSB und Bluesound gehören, nun auch MQA (Master Quality Authenticated) besitzt, hat in der Hi-Fi-Audio-Welt für Aufsehen gesorgt. MQA war schon immer ein faszinierendes Thema, aber jetzt, da es unter dem Dach eines bedeutenden Akteurs der Audioindustrie steht, stellt sich die Frage: Hat MQA in der heutigen Welt von Gigabit-Internet und nahezu unbegrenzten Speichermöglichkeiten noch Relevanz?
MQA zielt darauf ab, Studioqualität in einer Datei zu liefern, die klein genug ist, um gestreamt zu werden. Eine Zeit lang schien es das goldene Ticket für diejenigen zu sein, die über begrenzte Internetbandbreite oder Datenlimits verfügen. Doch da immer mehr Menschen Zugang zu schnellem, unbegrenztem Internet haben, schwindet der Bedarf an kleineren Dateigrößen. Darüber hinaus werden die Vorteile von MQA zunehmend in Frage gestellt, da andere verlustfreie Audioformate wie FLAC und WAV keine zusätzlichen Lizenzgebühren erfordern.
Ein häufiges Gefühl ist, dass das Hauptziel von MQA darin besteht, so viele Lizenzgebühren wie möglich zu sammeln, ohne unbedingt einen konkreten Mehrwert zu bieten. Auch wenn dies zynisch erscheinen mag, erfasst es den Kern vieler Diskussionen rund um MQA. Warum in eine Technologie investieren, die ihre Konkurrenten nicht signifikant übertrifft?
Zur Verteidigung der Übernahme argumentieren einige, dass Lenbrooks Hauptmotiv darin besteht, seine anderen Geschäftsinteressen zu schützen. Als einer der größten Lizenznehmer von MQA könnte der Kauf des Unternehmens ein strategischer Schritt sein, um zu verhindern, dass Konkurrenten die Kontrolle übernehmen und die Technologie möglicherweise gegen sie einsetzen. Diese Perspektive rechtfertigt jedoch nicht unbedingt die fortgesetzte Nutzung von MQA gegenüber alternativen Formaten, die ähnliche oder bessere Qualität ohne die zusätzlichen Kosten bieten.
Eines der bestimmenden Merkmale von Hi-Fi-Audioausrüstung und -software ist die Interoperabilität. Die meisten Komponenten können über RCA-Kabel verbunden werden, und Audiodateien können in eine Vielzahl von Formaten konvertiert werden. Mit der Verbreitung nicht-proprietärer, benutzerfreundlicher Technologien scheint wenig Raum für proprietäre Lösungen wie MQA zu bleiben. Hochwertiges Audio ist bereits in verschiedenen Formaten zugänglich, ohne dass zusätzliche Lizenzen oder spezielle Geräte erforderlich sind.
Ein weiterer Streitpunkt ist die tatsächliche Audioqualität, die von MQA geliefert wird. Einige Experten argumentieren, dass MQA die Klangqualität verschlechtert und es sogar weniger attraktiv macht als "Schlangenöl"-Lösungen, die einfach nichts bewirken. Angesichts der Vielzahl von Alternativen, die das volle Audiospektrum ohne Kompromisse erfassen, wird die Rolle von MQA zunehmend eingeschränkt.
Die Übernahme von MQA durch Lenbrook hat einer bereits hitzigen Diskussion neuen Zündstoff gegeben. Während einige den Kauf als Geschäftsstrategie sehen, betrachten andere ihn als Versuch, eine Technologie voranzutreiben, die in der heutigen schnelllebigen, datenreichen Umgebung wenig Nutzen hat. Es bleibt abzuwarten, ob MQA eine bedeutendere Rolle in der sich entwickelnden Hi-Fi-Audio-Landschaft finden wird, aber vorerst neigt der Konsens zur Skepsis.
Also, spielt MQA noch eine Rolle im heutigen Hi-Fi-Audio-Ökosystem? Angesichts des aktuellen Stands der Technik und der Trends im Verbraucherverhalten scheint die Antwort zunehmend ein klares "Nein" zu sein.
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