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Eine kostenlose zweiteilige Talk- und Hörveranstaltung feiert die SACD-Hybrid-Veröffentlichung von „Symphonic Poem Ultraman/Ultra Seven“ am 15. März in Akihabara.
Das ursprünglich 1979 als LP erschienene Orchesterwerk wurde vom Tokyo Symphony Orchestra unter der Leitung von Kazuhiko Komatsu eingespielt und am 3. Dezember 1978 in Fussa aufgenommen.
Die SACD Hybrid erinnert an den 90. Geburtstag des Komponisten Tohru Fuyuki und das 20. Jubiläum von Kunio Miyauchi und wurde mit modernster Technologie aus den originalen Masterbändern neu gemastert.
Aus audiophiler Sicht ist diese SACD Hybrid nicht wegen Nostalgie interessant, sondern wegen der Frage, wie sich japanische Orchesteraufnahmepraxis der späten 1970er-Jahre in moderne hochauflösende Formate überträgt. Die ursprüngliche Mehrspur-Balance und Mikrofonierung waren auf die Einschränkungen der LP ausgelegt – Headroom-Management, Streicherbrillanz unter analoger Bandsättigung und ein mittenbetontes Orchesterbild. Jüngere Kommentare aus der Produktionsseite betonen, dass der Remastering-Ansatz auf aggressive spektrale Eingriffe verzichtete und stattdessen zeitliche Präzision und Auflösung bei niedrigen Pegeln in den Fokus stellte. Praktisch bedeutet das, dass die DSD-Ebene Nachhall und Ortung zwischen den Instrumentengruppen bewahrt, ohne künstliche Breite zu erzwingen, sodass Blechbläser und tiefe Streicher freier atmen können, ohne den vertrauten „Vintage-Glanz“ abzuschleifen. Im Vergleich zu zeitgenössischen symphonischen Wiederveröffentlichungen, die auf Hyperdetail setzen, neigt das Ergebnis eher zu Kohärenz und Größe als zu hervorgehobenen Details.
Eine weitere Ebene des Interesses liegt in den in die Hörsessions integrierten Formatvergleichen. SACD versus hochauflösendes PCM ist hier nicht nur eine Codec-Debatte, sondern zeigt, wie unterschiedliche Rekonstruktionsfilter und Clocking-Architekturen die orchestrale Dichte beeinflussen. Systeme mit diskreten DAC-Stufen und proprietären Low-Jitter-Verbindungen machen deutlich, wie DSD bei gebündelten Streichern und Pauken-Transienten eine gleichmäßigere Energiehülle erzeugt, während hochbitratiges PCM Kantenzeichnung und räumliche Konturen stärker betonen kann. Berichte aus den Quellen deuten darauf hin, dass auch analoge Wiedergabe als Referenz dient und damit unterstreicht, wie das Remaster das tonale Gewicht von Vinyl mit den Vorteilen des niedrigen Rauschbodens digitaler Medien verbindet. Für erfahrene Hörer geht es dabei weniger um die Wahl eines „besseren“ Formats als um das Verständnis, wie jedes Medium dieselbe Aufführung unterschiedlich rahmt.
Letztlich positioniert die Veranstaltung diese Veröffentlichung als Fallstudie für zurückhaltend umgesetzte Archivpflege. Anstatt den Klang an aktuelle Trends anzupassen, scheint das Remaster die orchestrale Erzählweise und das Tempo zu respektieren, die in den Originalbändern angelegt sind. Für Liebhaber großformatiger japanischer Symphonieaufnahmen bietet sich damit eine seltene Gelegenheit zu hören, wie sorgfältiger Transfer, konservative Bearbeitung und hochauflösende Wiedergabeketten vertrautes Material neu kontextualisieren können – und Tiefe, Mikrodynamik und tonale Kontinuität freilegen, die immer vorhanden waren, aber selten so zugänglich.
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