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Unison Research stellte die in Italien gefertigte Unico-V2-Serie vor, bestehend aus dem hybriden Röhren-/Solid-State-Vorverstärker Unico Pre V2 und der Endstufe Unico DM V2 mit Dual-Mono-Architektur.
Der Flaggschiff-Vorverstärker Unico Pre V2 führt eine neue Unico-Designsprache ein, mit 15 mm starker Aluminiumfront, Ausführungen in Midnight Black oder Velvet Gold sowie Holzapplikationen als Referenz an das Markenerbe.
Der Pre V2 nutzt eine dreistufige Zero-Gain-Hybridtopologie mit ECC83/12AX7 Gold Lion Röhren, eine präzise IC-basierte Lautstärkeregelung sowie umfangreiche RCA-, XLR-, Digital- und Phono-Anschlüsse.
Unison Researchs neuestes Unico-Gespann wirkt weniger wie eine kosmetische Überarbeitung, sondern eher wie eine Zuspitzung langjähriger ingenieurtechnischer Positionen. Besonders aufschlussreich ist die Zero-Gain-Philosophie im Vorverstärker: Durch den Verzicht auf Spannungsverstärkung und die Konzentration auf Stromlieferfähigkeit und Impedanzmanagement stützt sich das Design auf die Röhreneingangsstufe zur harmonischen Formung, während die Stabilität den Solid-State-Stufen überlassen wird. Die Entscheidung für eine IC-basierte Lautstärkeregelung mit präzisen Widerstandsleitern statt Relais deutet auf eine Priorität für Reproduzierbarkeit und Kanalsymmetrie gegenüber romantisierten mechanischen Lösungen hin – ein Ansatz, der zur Ausrichtung der Marke auf messbare Konsistenz passt, ohne die Röhrenklangsignatur aufzugeben. Bemerkenswert ist zudem, dass DAC- und Phonosektion nicht als bloße Zusatzmodule behandelt werden; ihre symmetrischen Architekturen und die passive Entzerrung sind klar darauf abgestimmt, harmonisch hinter der Röhrenstufe zu arbeiten und klangliche Brüche beim Quellenwechsel zu minimieren.
Die Endstufe setzt diesen Pragmatismus fort. Vollständig getrennte Netzteile und vergossene Transformatoren dienen nicht nur der Kanalseparation auf dem Papier, sondern der Kontrolle elektromagnetischen Verhaltens unter dynamischer Last – ein kritischer Faktor, wenn die Ausgangsstufe hohe Stromspitzen in komplexe Lautsprecherimpedanzen liefern muss. Die neue ASHA-Topologie lässt sich als Antwort von Unison auf die klassische Class-A-gegen-AB-Debatte lesen: Statt extreme Ruheströme anzustreben, zielt sie auf ein Verzerrungsverhalten ab, das mit steigender Ausgangsleistung vorhersehbar bleibt. Aus technischer Sicht ist ein konsistentes Verzerrungsprofil an realen Lasten oft hörbarer als das Streben nach verschwindend niedrigen Messwerten an einem einzigen Betriebspunkt, wobei die hybride Eingangsstufe eine stabilisierende Rolle spielt, bevor das MOSFET-Array übernimmt.
In der Gesamtschau wirken Pre V2 und DM V2 als System für Hörer, die Kontrolle und tonale Dichte höher schätzen als vordergründige Wärme. Die brückbare Konfiguration der Endstufe deutet eher auf Skalierbarkeit als auf bloßen Leistungsüberschuss hin und erlaubt es der Architektur, mit wachsenden Ansprüchen der Anlage mitzuwachsen. Im Vergleich zu früheren Unico-Generationen hat sich der Schwerpunkt von „Röhrencharakter mit Leistung“ hin zu einer disziplinierteren Hybrid-Ethik verschoben – einer, die Röhren als Präzisionsbauteile und nicht als klangliches Gewürz versteht. Für einen italienischen Hersteller, der lange mit expressivem Klang verbunden war, könnte genau dieses leise, technisch geprägte Selbstvertrauen die bedeutendste Weiterentwicklung darstellen.
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