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Lexus bewirbt seinen ersten vollelektrischen RZ‑SUV mit einer Miles‑Davis‑Vinylszene, in der der ultra‑hochwertige VPI Titan Direct Plattenspieler zu sehen ist.
Der VPI Titan Direct kostet 95.000 US‑Dollar – etwa doppelt so viel wie der Lexus RZ mit einem Basispreis von 47.295 US‑Dollar – noch bevor ein Phono‑Tonabnehmer hinzugefügt wird.
Der VPI Titan Direct nutzt ein hochmassiges magnetisches Direktantriebskonzept, pneumatische Luftfederung und ein dreischichtiges Chassis zur extremen Resonanzkontrolle.
Die Wahl des VPI Titan Direct als visuelles Zentrum zielt weniger auf reinen Schockwert als auf eine gemeinsame Ingenieursphilosophie. VPI setzt mit seiner magnetischen Direktantriebsarchitektur auf Rotationsstabilität durch schiere Masse und Motorregelung statt auf die Nachgiebigkeit von Riemenantrieben – eine Position, die Analog‑Puristen weiterhin spaltet. In Foren gesprochen ist dies ein „Torque‑first“-Plattenspieler: Geschwindigkeitsgenauigkeit hat Vorrang vor den subtilen Entkopplungseffekten elastomergetriebener Designs. Das geschichtete Chassis und die Luftfederung treiben dieses Konzept weiter, indem Resonanz als systemisches Problem behandelt wird und nicht als etwas, das lokal gedämpft werden soll. Das Ergebnis ist ein Laufwerk, das sich eher wie ein kalibriertes Instrument verhält als wie eine romantische Rückbesinnung – eine interessante Parallele dazu, wie moderne EVs mechanischen Charakter durch softwaregesteuerte Präzision ersetzen.
Die Mehrarm‑Fähigkeit des Titan ist ein weiteres Detail, das bei erfahrenen Vinyl‑Nutzern Anklang findet. Mehrere Tonarme gleichzeitig zu unterstützen ist nicht nur ein luxuriöser Selbstzweck, sondern eine Workflow‑Entscheidung, die darauf abzielt, Setup‑Variablen beim Wechsel von Tonabnehmern mit stark unterschiedlicher Nadelnachgiebigkeit oder klanglicher Ausrichtung zu minimieren. In audiophilen Kreisen wird eine solche Flexibilität meist mit Studio‑Installationen oder Sammlern in Verbindung gebracht, die Mono‑, Stereo‑ und Spezialpressungen parallel betreiben. Lexus setzt dagegen auf Integration: Die In‑Car‑Audio‑Philosophie konzentriert sich auf streng kontrollierte Akustik und DSP‑Abstimmung, bei der sich der Hörer dem System anpasst und nicht umgekehrt. Die Gegenüberstellung verdeutlicht zwei gegensätzliche Ansätze der Klangreproduktion – einen modularen und obsessiv mechanischen sowie einen ganzheitlichen, algorithmusgetriebenen.
Aus dieser Perspektive funktioniert der Werbespot, weil er beide Produkte als Absichtserklärungen und nicht als Wertangebote inszeniert. Der Plattenspieler verkörpert ein kompromissloses, fast trotziges Bekenntnis zu physischer Masse, Präzisionsfertigung und analoger Einstellbarkeit. Das Fahrzeug steht für eine andere Form von Raffinesse, bei der Leistung, Effizienz und Nutzererlebnis hinter Software‑ und Plattformengineering abstrahiert werden. Für Audiophile ist der Subtext klar: Der Titan Direct soll das Auto nicht überstrahlen, sondern ein gemeinsames Verständnis signalisieren, dass ultimative Leistung – ob klanglich oder automobil – aus der Kontrolle von Variablen entsteht, die andere bereit sind zu vereinfachen.
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* Queen veröffentlichen am 27.

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