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Yes haben ihr Konzertalbum *Symphonic Live* von 2002 auf vier 180‑Gramm‑Vinyl‑LPs über Mercury Studios/UMG neu aufgelegt, veröffentlicht am 23. Januar 2026.
Das Set enthält die komplette 14‑Track‑Performance der Yes Symphonic Tour, aufgenommen am 22. November 2001 in der Heineken Music Hall in Amsterdam.
Die Besetzung umfasst Jon Anderson, Chris Squire, Steve Howe, Alan White und Keyboarder Tom Brislin, begleitet vom European Festival Orchestra unter der Leitung von Wilhelm Keitel.
Was diese Vinyl‑Edition von früheren Inkarnationen unterscheidet, ist weniger das Repertoire als vielmehr die Art und Weise, wie Maßstab und Dichte in die Rille übertragen werden. Ein Vier‑LP‑Layout ermöglicht größere Rillenabstände und einen niedrigeren durchschnittlichen Pegel, was für eine Live‑Aufnahme entscheidend ist, die verstärkte Rockinstrumente mit einem vollständigen Orchester schichtet. Der Half‑Speed‑Ansatz zahlt sich in den oberen Oktaven aus: Streicher‑Obertöne und geballte Blechbläser behalten ihre harmonische Komplexität, ohne in grelles Spritzen zu kippen, während Becken‑Ausklänge tiefer in einem ruhigeren Rauschboden liegen. Im Vergleich zu früheren digitalen Editionen tendiert die Präsentation zu Makrodynamik und Tiefenstaffelung statt zu schierer Lautheit – ein Ansatz, der dem symphonischen Material deutlich besser steht.
Aus technischer Sicht ist die Entscheidung, eine komplette Seite dem Artwork‑Ätzen zu widmen, nicht nur kosmetischer Natur. Durch den Verzicht auf Audio auf der letzten Seite vermeidet das restliche Programm Innenrillen‑Überlastung in den anspruchsvollsten Momenten, insbesondere bei Langformen, bei denen die Modulationsdichte typischerweise nahe dem Label ihren Höhepunkt erreicht. Das ist besonders relevant für ausgedehnte Kompositionen, die von sparsamen Passagen zu vollen orchestralen Tuttis wechseln; das Vinylformat priorisiert hier Linearität und Abtaststabilität gegenüber maximaler Spielzeit. Forumserfahrene Hörer werden anmerken, dass eine solche Sequenzierung oft zu stabilerer Abbildung und geringerer Intermodulation in den klimaktischen Abschnitten führt.
Hinzu kommt ein interessanter Kontrast zwischen der Vinylbox und der parallelen optischen Disc‑Konfiguration. Während die Blu‑ray visuelle Dokumentation und Zusatzmaterial betont, rahmt das LP‑Set das Konzert als ein rein klangliches Ereignis und ermutigt zum ununterbrochenen Hören über mehrere Seiten hinweg. Diese kuratorische Entscheidung entspricht einer breiteren audiophilen Präferenz für formatspezifisches Mastering statt Einheitsübertragungen. In diesem Sinne geht es bei dieser Neuauflage weniger um Nostalgie als darum, eine komplexe Live‑Aufnahme so zu präsentieren, dass sie die physischen und akustischen Realitäten der Vinylwiedergabe anerkennt.
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* Queen veröffentlichen am 27.

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